Wie man mit Google Pixel die Sterne fotografiert
Fotografiert mit einem Pixel 8 Pro von Nutzer @jughead_73
Der Googler Nicholas Wilson wünschte sich eine klare Sicht auf das Sternbild Löwe.
Also wanderte er an einem frühen Märzabend tief in den Arches-Nationalpark in Utah. Dort würde er weit genug weg sein von Fußgängerverkehr und Lichtverschmutzung, die seine Fotos beeinträchtigen könnte.
Er plante seine Wanderung so, dass Jupiter aufgehen und der Löwe tief am Horizont stehen würde. Anschließend stellte der Fotograf und Bildqualitätsexperte von Google sein Pixel auf ein Stativ 250 Fuß von einem roten Sandsteinbogen entfernt, den Wilson ausgewählt hatte, um die Sterne einzurahmen. Er beleuchtete den Boden und den Bogen mit kleinen Stirnlampen und Campinglampen.
Mit einem Druck auf den Auslöser fotografierte sein Google Pixel den dunklen Himmel mit einer deutlichen Spur des Sternbilds Löwe über dem mondbeschienenen Bogen. „Der Mond ging hinter mir auf, beleuchtete alles und schuf einfach diese wunderschöne Landschaft“, sagt Wilson, ein Astrofotograf, der mit dem Google Pixel-Team zusammengearbeitet hat, um einige seiner professionellen Funktionen zu entwickeln.
Die Aufnahme des Nachthimmels erfordert lange Belichtungen, ob mit einer DSLR-Kamera oder einem Google Pixel. Der Astrofotograf Tristan Greszko erklärt, dass er seine DSLR mit einem Teleobjektiv verwendet und über einen Zeitraum von mehreren Stunden mehr als 120 Langzeitbelichtungen macht, um hervorragende Sternaufnahmen zu erhalten. Anschließend fügt er mit einer Bildbearbeitungssoftware mehrere Fotos zusammen, um „Störungen“ zu beseitigen, seien es Magenta- oder Grüntöne oder vorbeifliegende Flugzeuge oder Satelliten. „Es ist ziemlich kompliziert, eine wirklich großartige Aufnahme zu erzielen“, erklärt Greszko.
Handy-Kameras hatten in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit Langzeitbelichtungsaufnahmen aufgrund von Verwacklungen und Bewegungen in der Szene oder am Himmel – also an vorbeiziehenden Satelliten oder Flugzeugen oder an den Sternen, die sich scheinbar bewegen, während sich die Erde dreht.
Der Tensor-Chip in Google Pixel-Telefonen löst dieses Problem und verbessert die Nachtsichtmodus-Funktion 1, die erstmals auf dem Pixel 3 verfügbar wurde. Der speziell entwickelte Tensor-Prozessor erkennt Bewegungen, bevor das Foto aufgenommen wird, und optimiert den Prozess, um Unschärfe, zu reduzieren und ein scharfes Bild zu liefern. Bei neueren Modellen wie
„Die lange Belichtungszeit bringt Details zum Vorschein, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind, und mit dem Pixel fühlt sich der gesamte Prozess mühelos an“, erklärt der Nutzer Apurv G, der mit seinem Pixel und einem Stativ die Silhouette eines einsamen Baumes unter dem Sternenhimmel im Shenandoah-Nationalpark fotografiert hat.
Jetzt macht Google Pixel statt von mehreren Stunden, die mit Hunderten von Langzeitaufnahmen verbracht werden, all das in einer einzigen mehrminütigen Belichtung – ohne notwendige Bearbeitung – mit
"Es sind erschreckend schöne Fotos", sagt Greszko, der sein Google Pixel-Handy nachts im Hinterland Nevadas benutzt hat.
Im Astrofotografie-Modus nimmt Pixel mehrere Langzeitbelichtungen auf, wenn du auf den Auslöser drückst, und fügt sie dann zusammen – im Grunde automatisiert die App damit die Arbeit, die Greszko früher von Hand erledigte. Das Ergebnis ist ein einziges scharfes, detailreiches Foto des Nachthimmels und der von dir gewählten Landschaft. Der Nachtsichtmodus hat auch eine Sonderfunktion namens Astro-Zeitraffer, die aus der Fotoserie einen kurzen Zeitrafferfilm von einer Sekunde Länge mit den sich bewegenden Sternen erstellt.
Tipp: Stell den Selbstauslöser auf 3 bis 10 Sekunden ein, um Verwacklungen beim Drücken des Auslösers zu vermeiden.
Es ist wichtig, dass das Smartphone ganz ruhig bleibt. Dank der verbesserten Bildstabilisierung ist die Astrofotografie vom Tisch aus ganz einfach und effektiv. Und mit dem Tischmodus des Pixel 10 Pro Fold ist die Kamera schnell und ohne Stativ stabil einsatzbereit.
„Ich hab das Handy einfach auf eine stabile Fläche gestellt und gewartet, bis die Langzeitbelichtung fertig war – und das Ergebnis war echt umwerfend“, sagt @oh.kshitij, ein Pixel-Nutzer, der dieses Bild im Astrofotografie-Modus während einer nächtlichen Wanderung zum Sternegucken gemacht hat.
Als Profi verbringt Wilson in der Regel bis zu zwei Wochen damit, den perfekten Ort für seine Nachtsichtmodus-Fotos zu finden. Er achtet auf Wetter und Wolkendecke und nutzt eine Sternbeobachtungs-App, um die genaue Mondphase und die Standorte der Sternbilder am Himmel zu erfahren. Er wählt Landschaften aus, die weit entfernt von Städten oder städtischen Gebieten sind. „Man muss wirklich den Himmel, das Wetter und alles andere, was auf einem Foto zu sehen ist, im Auge behalten“, sagt er. Wenn er möchte, dass die Sterne richtig zur Geltung kommen, wartet er, bis der Mond verschwunden ist, um sicherzustellen, dass der Himmel so dunkel wie möglich ist.
Der Google Pixel-Nutzer @naddrxxh findet das auch und teilt diese Tipps:
Halte Abstand von grellen, direkten Lichtquellen oder vermeide sie ganz.
Benutze Focus Lock, um dein Motiv scharf zu halten.
Mach mehrere Fotos und wähle das beste aus.
Wilson sagt außerdem, dass es der Schlüssel zur Komposition eines großartigen Fotos ist, interessante Landschaftsmerkmale zu finden – anstatt einfach nur die Kamera auf den Himmel zu richten.
Sein letzter Tipp: Bring warme Kleidung und einen Snack mit, denn manchmal kommen die besten Shots nicht sofort.
„Jeder kann solche Fotos machen“, sagt Wilson. „Wenn du Lust auf Astrofotografie hast, und Geduld mitbringst, wirst du großartige Bilder komponieren.“
How to Capture Your Zodiac Sign
So machst du mit deinem Pixel perfekte Nachtaufnahmen
Du musst nicht wie Wilson wochenlang nach Locations suchen, um den Nachtsichtmodus auf deinem Pixel optimal zu nutzen. Egal, wie gut du dich auskennst oder welches Pixel-Modell du nutzt, mit diesen Tipps und Tricks verwandelst du den Nachthimmel in eine bleibende Erinnerung.
Geh 45 bis 90 Minuten nach Sonnenuntergang nach Draußen für einen natürlich dunkleren Himmel, sodass du mehr Sterne sehen kannst.
Prüfe die Mondphase in einer Sternbeobachtungs-App an – wenn du Vollmond vermeidest, bekommst du tiefere Schwarztöne und mehr Kontrast.
Such dir eine Nacht mit ruhiger Luft (wenig Wind und wenig Wolken) aus, damit die Sterne schön klar zu sehen sind.
Such dir einen Ort, der nicht direktem oder starkem Licht ausgesetzt ist, wie zum Beispiel Straßenlaternen, Autoscheinwerfern und Gebäuden in der Nähe.
Such dir einen dunklen, wolkenfreien Himmel abseits städtischer Gebiete.
Such ein Element im Vordergrund –einen Baum, einen Bogen, einen Hügel oder einen Felsen –, um dem fertigen Bild Tiefe und Größe zu verleihen.
Öffne die Kamera → Nachtsichtmodus → Astro, um den Astrofotografie-Modus einzuschalten.
Stell dein Pixel auf eine stabile Fläche. (Wenn du ein Pixel 10 Pro Fold hast, kannst du den Tischmodus nutzen, indem du das Handy halb aufklappst, damit es selbstständig steht.)
Stell den Selbstauslöser auf 3 bis 10 Sekunden ein, um Verwacklungen beim Drücken des Auslösers zu vermeiden.
Tipp einfach auf einen hellen Stern oder in den Vordergrund, um den Fokus zu setzen.
Passe die Belichtung an, indem du mit dem Finger auf dem Bildschirm nach oben oder unten schiebst, bis der Himmel und der Vordergrund ausgewogen aussehen.
Nimm dein Bild so auf, dass der Himmel den größten Teil des Motivs ausfüllt, mit einem Element am Boden für den Kontext.
Sobald du auf den Auslöser drückst, startet Pixel eine Langzeitbelichtung (oft etwa vier Minuten).
Halt das Telefon ganz ruhig, bis der Timer auf dem Bildschirm abgelaufen ist.
Wenn der Himmel sehr dunkel ist, kann Pixel die Aufnahmezeit automatisch verlängern, um die Details zu verbessern.
Öffne das Foto in Google Fotos.
Verbessere als Erstes mit dem Magic Editor die Bildkomposition, helle die Sterne etwas auf oder entferne störende Elemente wie Lichtquellen oder Passanten.
Oder passe verschiedene Einstellungen an:
Erhöhe den Kontrast, damit die Sterne besser zur Geltung kommen.
Reduziere das Bildrauschen, ohne Details zu zerstören.
Passe die Farbbalance für eine naturgetreue Wiedergabe der Farbtöne des Nachthimmels an
Speichere eine Kopie, damit du bei Bedarf auf das Originalfoto zurückgreifen kannst.
Mehr Details findest du auf
g.co/pixel/astrophotography .Basierend auf internen Benchmark-Tests an Vorproduktionsgeräten.